Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist für viele Menschen ein langfristiger Begleiter. Er entsteht nicht über Nacht, sondern wächst meist über viele Jahre und das oft parallel zu beruflicher Entwicklung, Familienplanung und dem Wunsch nach mehr Stabilität. Und dennoch bleibt dieser Wunsch erstaunlich oft unerfüllt. Nicht, weil es an Motivation fehlt, sondern weil relevante Entscheidungen immer wieder vertagt werden.
„Vielleicht nächstes Jahr.“
„Warten wir noch ab, wie sich die Preise entwickeln.“
„Mal sehen, wie es mit den Zinsen weitergeht.“
Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sollten Sie diesen Beitrag besonders gut lesen. Was nämlich auf den ersten Blick oft vernünftig klingt, führt in der Praxis häufig dazu, dass wertvolle Zeit vergeht und sich die Ausgangslage schleichend verändert. Genau hier setzt dieser Beitrag an. Denn eines zeigt sich sehr klar: Den perfekten Zeitpunkt für die Verwirklichung Ihres Wohntraums, also den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses, gibt es nicht. Aber es gibt gute Gründe, ihn nicht einfach vorbeiziehen zu lassen
Wohnen ist eine Lebensentscheidung, keine Markt-Spekulation
Eine Wohnimmobilie zu kaufen oder zu bauen bedeutet mehr, als eine Investition zu tätigen. Es geht um Lebensqualität, um Sicherheit und um ein Zuhause, das zu Ihrer aktuellen und zukünftigen Lebenssituation passt.
Viele Menschen versuchen dennoch, ihre Entscheidung primär vom Markt abhängig zu machen. Sie beobachten Preisentwicklungen, Zinskurven und Prognosen, in der Hoffnung, den optimalen Moment für den Kauf und die damit verbundene Finanzierung zu erwischen. Doch Wohnen lässt sich nicht wie ein kurzfristiges Investment timen.
Ihr Leben wartet nicht, bis Märkte perfekt sind. Ihre Bedürfnisse verändern sich nicht im Gleichschritt mit wirtschaftlichen Zyklen.
Deshalb ist es entscheidend, den Fokus zu verschieben und zwar weg von der Frage „Ist jetzt der ideale Zeitpunkt am Markt?“ hin zu „Bin ich persönlich bereit, meinen Wohntraum strukturiert anzugehen?“
Der perfekte Zeitpunkt ist ein Mythos, Handlungsspielraum ist real
In der Praxis zeigt sich immer wieder: Menschen, die lange abwarten, bestimmte Entscheidungen zu treffen, profitieren selten davon. Denn während man wartet, passieren andere Dinge ganz automatisch: Mieten steigen weiter, verfügbare Objekte werden knapper, Baukosten bleiben hoch, oder die Lebensumstände verändern sich einfach.
Gleichzeitig entsteht eine trügerische Sicherheit durch Nicht-Entscheiden. Dabei ist gerade eine fundierte, gut vorbereitete Entscheidung oft der stabilere Weg.
Ein sinnvoller Zeitpunkt ist kein Datum im Kalender, sondern eine Kombination aus Vorbereitung, Klarheit und realistischen Erwartungen.
Preisentwicklungen: Warum Abwarten oft teurer ist als Handeln
Ein besonders relevantes Thema für viele angehende Käuferinnen und Käufer ist die aktuelle Entwicklung der Immobilien- und Mietpreise. Und genau hier zeigt sich, warum reines Abwarten selten die beste Strategie ist.
Steigende Mieten und das Jahr für Jahr.
Für dieses Jahr wird ein Anstieg der Mieten um rund 4 % erwartet. Das ist keine Momentaufnahme, sondern Teil eines längerfristigen Trends. Vor allem in Ballungsräumen steigt der Druck am Mietmarkt kontinuierlich.
Wer zur Miete wohnt, spürt diese Entwicklung unmittelbar: Höhere monatliche Fixkosten, weniger Planungssicherheit und kaum Einfluss auf zukünftige Anpassungen. Jeder weitere Aufschub des Eigentumserwerbs bedeutet in vielen Fällen, weiterhin steigende Mieten zu finanzieren, ohne Vermögensaufbau.
Kaufpreise ziehen wieder an.
Auch auf der Kaufseite zeigt sich eine klare Tendenz: Die Immobilienpreise steigen im Schnitt um rund 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark ist diese Entwicklung in urbanen Zentren, allen voran in Wien.
Laut Marktanalysen von RE/MAX zählen Wiener Wohnimmobilien aktuell zu den stärksten Preistreibern. Der Hauptgrund dafür ist strukturell und damit langfristig relevant: Es werden zu wenige neue Wohnungen gebaut.
Warum zu wenig Neubau den Markt langfristig verteuert
Der Rückgang im Neubau ist kein kurzfristiges Phänomen. Hohe Baukosten, strengere Vorgaben, gestiegene Finanzierungskosten für Projektentwickler und eine generell vorsichtigere Bautätigkeit führen dazu, dass das Angebot langsamer wächst als die Nachfrage.
Gerade in Städten wie Wien trifft dieser Angebotsmangel auf anhaltenden Zuzug, steigende Haushaltszahlen und einer hohen Nachfrage nach Eigentum und Mietwohnungen.
Das Ergebnis ist absehbar: Preisdruck nach oben, sowohl bei Mieten als auch bei Kaufpreisen.
Wer also darauf hofft, dass Immobilienpreise flächendeckend und dauerhaft stark fallen, übersieht diese strukturellen Faktoren. Kurzfristige Korrekturen sind immer möglich, langfristig wird Wohnen in guten Lagen jedoch ein knappes Gut bleiben und leistbar nur für diejenigen, die gut bis sehr gut verdienen.
Internationale Investoren ziehen sich zurück: Was das für Eigennutzer bedeutet
Ein weiterer spannender Aspekt der aktuellen Marktlage: Internationale Investoren zeigen sich derzeit zurückhaltender, insbesondere in Wien. Der Grund dafür liegt vor allem in der Finanzierungssituation von Anlegerwohnungen.
Viele Investmentobjekte sind aktuell noch immer zu hoch verzinst, um für internationale Anleger attraktiv zu sein. Für Eigennutzerinnen und Eigennutzer kann das jedoch ein Vorteil sein, denn die aktuelle Situation führt zu weniger Konkurrenz bei bestimmten Objekten, mehr Verhandlungsspielraum sowie einem stärkeren Fokus der Verkäufer auf private Käufer.
Das Marktumfeld verschiebt sich damit wieder stärker in Richtung Menschen, die selbst in den gekauften Objekten wohnen möchten und nicht primär auf Rendite aus sind.
Was das alles für Ihre Entscheidung bedeutet
Die Kombination aus steigenden Mieten, moderat wachsenden Kaufpreisen und immer knapper werdenden Neubauangebot zeigt eines sehr deutlich: Nicht-Handeln ist ebenfalls eine Entscheidung und oft eine kostspielige.
Dabei geht es nicht darum, Druck aufzubauen oder überstürzt zu handeln. Sondern darum, realistisch einzuschätzen, was Abwarten tatsächlich bedeutet:
- weiter steigende Wohnkosten
- weniger Auswahl in gefragten Regionen
- höhere Einstiegspreise in der Zukunft
Gleichzeitig bietet dieses Jahr für viele Menschen eine solide Ausgangsbasis: Mehr Planbarkeit, realistische Preisfindung und ein Markt, der wieder stärker auf Qualität und Vorbereitung reagiert.
Finanzierung: Der Schlüssel liegt in der Struktur, nicht im Zinssatz
In stabileren Marktphasen rückt eine zentrale Frage in den Mittelpunkt:
Wie muss eine Finanzierung aufgebaut sein, damit sie langfristig zu meinem Leben passt?
Nicht der niedrigste Zinssatz entscheidet über die Qualität einer Finanzierung, sondern:
- eine tragbare monatliche Belastung
- ausreichend finanzielle Puffer
- flexible Gestaltungsmöglichkeiten
- realistische Laufzeiten
Eine gute Finanzierung gibt Ihnen auch dann Sicherheit, wenn sich Lebensumstände ändern. Genau deshalb ist unabhängige Beratung so entscheidend. Sie schafft Klarheit, bevor Druck entsteht.
Vorbereitung schafft Freiheit
Lassen Sie dieses Jahr nicht ungenutzt verstreichen
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie spüren, dass Ihr Wohntraum mehr ist als ein Gedanke für „irgendwann“, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein unverbindliches Erstgespräch mit clever-finanziert.
Gemeinsam analysieren wir Ihre Ausgangslage, ordnen Markt- und Preisentwicklungen realistisch ein und zeigen Ihnen Wege auf, wie Ihr Wohntraum Schritt für Schritt Wirklichkeit werden kann und das unabhängig, transparent und auf Augenhöhe. Denn dieses Jahr verdient mehr als Aufschub. Und Ihr Wohntraum verdient einen soliden und realistischen Plan.
Vereinbaren Sie deshalb gleich HIER einen Termin für ein erstes, unverbindliches Gespräch mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

