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Der Immobilienmarkt kommt wieder in Bewegung: Was das für Ihren Traum vom Eigenheim bedeutet

Inhaltsverzeichnis

Wer sich in den vergangenen Jahren mit dem Kauf eines Eigenheims beschäftigt hat, ist immer wieder mit Meldungen über hohe Immobilienpreise, gestiegene Zinsen und schwierigere Finanzierungsbedingungen konfrontiert worden. Da kann schnell der Eindruck entstehen, dass der Traum von den eigenen vier Wänden zum aktuellen Zeitpunkt kaum noch realistisch ist. Insbesondere dann, wenn kein großes Erbe oder umfangreiche finanzielle Unterstützung aus der Familie zur Verfügung steht. Ein genauer Blick auf die aktuellen Entwicklungen zeigt jedoch ein differenzierteres und durchaus ermutigendes Bild. Seit Anfang 2024 steigt die Nachfrage nach privaten Wohnbaukrediten wieder. Im Frühjahr 2026 wurden in Österreich monatlich bereits mehr als doppelt so viele neue Wohnbaukredite vergeben wie noch zu Beginn des Jahres 2024. Immer mehr Menschen setzen sich also wieder konkret mit dem Kauf einer Immobilie auseinander und setzen ihre Pläne auch tatsächlich um. Das bedeutet nicht, dass Wohneigentum plötzlich günstig geworden ist. Es zeigt aber: Wer von einem Eigenheim träumt, sollte seine Pläne nicht vorschnell aufgrund allgemeiner Schlagzeilen aufgeben. Entscheidend ist vielmehr, was mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten tatsächlich machbar ist.

Wohnbaukredite: Die Nachfrage steigt wieder deutlich

Die Zinswende ab Mitte 2022 hat den österreichischen Markt für Wohnbaufinanzierungen stark verändert. Kredite wurden innerhalb relativ kurzer Zeit deutlich teurer und viele Haushalte haben geplante Immobilienkäufe vorerst verschoben und meistens auch nach wie vor nicht umgesetzt.

Seit Anfang 2024 ist jedoch eine Gegenbewegung zu beobachten. Die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen nahm wieder zu und auch im zweiten Quartal 2026 meldeten die österreichischen Banken erneut ein steigendes Interesse privater Haushalte.

Noch deutlicher wird die Entwicklung beim Blick auf die tatsächlich abgeschlossenen Finanzierungen: Laut Oesterreichischer Nationalbank wurden im Jänner 2024 neue Wohnbaukredite in Höhe von rund 700 Millionen Euro vergeben. Im März, April und Mai 2026 waren es bereits jeweils mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Das monatliche Neugeschäft hat sich damit gegenüber Anfang 2024 mehr als verdoppelt.

Was steckt hinter der Erholung?

Ein wesentlicher Faktor für die wieder gestiegene Nachfrage waren zunächst günstigere Finanzierungsbedingungen. Gleichzeitig haben sich die Realeinkommen vieler Haushalte verbessert. Im zweiten Quartal 2026 berichteten die von der OeNB befragten Banken zudem von positiveren Aussichten am Wohnimmobilienmarkt und einem gestiegenen Optimismus bei Haushalten, die eine konkrete Finanzierungsabsicht verfolgen. Von einem neuen Immobilienboom zu sprechen, wäre dennoch etwas verfrüht. Von Juni 2025 bis Mai 2026 wurden durchschnittlich rund 1,5 Milliarden Euro an neuen Wohnbaukrediten pro Monat vergeben. 2021 waren es durchschnittlich rund 2,1 Milliarden Euro monatlich. Das aktuelle Niveau entspricht damit eher jenem der Jahre 2017 und 2018. Die Entwicklung lässt sich also weniger als neuer Boom, sondern vielmehr als schrittweise Normalisierung des Marktes verstehen.

Warum sich das Eigenheim trotzdem oft weiter entfernt anfühlt

Dass die statistische Entwicklung positiver wird, bedeutet leider nicht, dass die Sorgen vieler Kaufinteressierter unbegründet sind. Die Immobilienpreise sind in vielen Regionen nach wie vor sehr hoch, Kredite teurer als während der Niedrigzinsphase und auch die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind gestiegen. Gleichzeitig haben sich die außergewöhnlich niedrigen Kreditzinsen der Jahre 2020 bis 2022 bei vielen als Vergleichsmaßstab eingeprägt. Anfang 2021 bis zum ersten Quartal 2022 lagen die Zinsen für neu vergebene Wohnbaukredite zeitweise bei nur rund 1,2 Prozent. Historisch betrachtet war dieses Zinsniveau jedoch eine Ausnahmesituation. Für die eigenen Immobilienpläne ist deshalb weniger entscheidend, ob solche Konditionen irgendwann zurückkehren. Wichtiger ist, ob sich eine passende Immobilie unter den heutigen Bedingungen langfristig solide finanzieren lässt.

Eigenheim auch ohne großes Erbe: Entscheidend ist die individuelle Ausgangslage

Gerade Menschen, die kein großes Erbe erwarten oder nicht auf umfangreiche finanzielle Unterstützung ihrer Familie zurückgreifen können, sollten sich von allgemeinen Aussagen über die Unleistbarkeit von Wohneigentum nicht vorschnell entmutigen lassen.

Wie viel Immobilie sich ein Haushalt leisten kann, hängt von vielen Faktoren ab: Einkommen, laufende Ausgaben, bestehende Verpflichtungen, Eigenkapital, Kredithöhe, Laufzeit und natürlich der Preis der gewünschten Immobilie. Auch die Region kann einen erheblichen Unterschied machen.

Für manche Haushalte kann das gewünschte Eigenheim bereits heute realistisch finanzierbar sein. Andere benötigen vielleicht noch einige Jahre, um zusätzliches Eigenkapital aufzubauen, oder passen Kaufpreis und Lage an ihre Möglichkeiten an.

Entscheidend ist, aus dem Wunsch nach einem Eigenheim ein konkretes finanzielles Ziel zu machen.

Welche Rolle spielen Eigenkapital und Einkommen?

Eigenkapital bleibt ein wichtiger Bestandteil einer soliden Immobilienfinanzierung. Mit dem Auslaufen der KIM-Verordnung Mitte 2025 sind die bisherigen Vorgaben zwar nicht mehr als verbindliche Verordnung in Kraft. Ihre zentralen Kriterien gelten jedoch weiterhin als wichtige Richtwerte für solide Finanzierungen von Wohnimmobilien. Dazu gehören insbesondere eine Beleihungsquote von maximal 90 Prozent, eine jährliche Kreditbelastung von maximal 40 Prozent des Jahresnettoeinkommens und eine maximale Laufzeit von 35 Jahren. Wie eine Finanzierung tatsächlich beurteilt wird, hängt dennoch vom Einzelfall ab. Auch Banken können zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und unterschiedliche Konditionen anbieten. Ein wenig attraktives Angebot oder eine Absage einer einzelnen Bank bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine Finanzierung grundsätzlich nicht möglich ist.

Was bedeutet „leistbar“ bei einer Immobilienfinanzierung?

Beim Immobilienkauf richtet sich der Blick häufig zuerst auf den Kaufpreis. Für die tatsächliche Leistbarkeit zählt jedoch stets das Gesamtbild. Neben Eigenkapital und Kredithöhe sind Zinssatz, Laufzeit und monatliche Rate ebenso relevant wie Kaufnebenkosten und die laufenden Kosten des Eigenheims. Auch nach dem Kauf sollte ausreichend finanzieller Spielraum für Rücklagen und unerwartete Ausgaben vorhanden sein. Eine Finanzierung ist daher nicht schon dann gut, wenn eine Bank bereit ist, den benötigten Kredit zu vergeben. Sie sollte auch langfristig zum eigenen Leben passen. Gerade deshalb ist es sinnvoll, nicht automatisch den maximal möglichen Kreditrahmen auszuschöpfen.

Warum sich ein genauer Vergleich lohnt

Bei Immobilienkrediten geht es meist um hohe Beträge und lange Laufzeiten. Bereits kleine Unterschiede können deshalb langfristig erhebliche Auswirkungen haben. Das gilt für den Zinssatz ebenso wie für sämtliche andere Vertragsbedingungen. Wie lange gilt ein Fixzinssatz? Welche Möglichkeiten für Sondertilgungen gibt es? Welche Bedingungen gelten bei einer vorzeitigen Rückzahlung? Und wie flexibel bleibt die Finanzierung, wenn sich die Lebenssituation verändert? Auch die Entscheidung zwischen fixer und variabler Verzinsung sollte individuell getroffen werden. Fixzinsen bieten mehr Planungssicherheit, während Kreditnehmer bei einer variablen Verzinsung von sinkenden Zinsen profitieren können, gleichzeitig aber das Risiko steigender Raten tragen. Das auf den ersten Blick günstigste Angebot muss daher nicht automatisch die langfristig beste Finanzierung sein.

Was bedeutet die Entwicklung für Ihren Wunsch vom Eigenheim?

Die steigende Zahl an Wohnbaufinanzierungen ist ein positives Signal: Der österreichische Immobilienmarkt ist nach den schwierigen Jahren der Zinswende wieder aktiver geworden.

Das bedeutet nicht, dass jede Immobilie für jeden Haushalt leistbar ist. Die pauschale Aussage, ein Eigenheim sei heute kaum noch finanzierbar, greift aber ebenso zu kurz.

Entscheidend ist nicht, was sich ein durchschnittlicher Haushalt theoretisch leisten kann, sondern welcher Immobilienpreis und welche Finanzierung zu Ihrer persönlichen finanziellen Situation passen.

Die aktuellen Entwicklungen am österreichischen Markt für Wohnbaufinanzierungen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Wer von den eigenen vier Wänden träumt, sollte deshalb weder auf den vermeintlich perfekten Zeitpunkt warten noch sich von negativen Schlagzeilen vorschnell entmutigen lassen.

Viel wichtiger ist es, herauszufinden, was unter den eigenen Voraussetzungen realistisch möglich ist.

Bei clever-finanziert analysieren wir gemeinsam mit Ihnen Ihre finanzielle Ausgangslage, ermitteln einen realistischen Finanzierungsrahmen und vergleichen Finanzierungsmöglichkeiten unterschiedlicher Banken.

Denn auch wenn der Weg zum Eigenheim heute vielleicht anders aussieht als noch vor einigen Jahren: Mit einer realistischen Planung und der passenden Finanzierung kann aus dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden weiterhin ein erreichbares Ziel werden. Deshalb warten Sie nicht länger und vereinbaren HIER einen Termin für ein erstes, unverbindliches Gespräch mit uns, bei dem wir uns Ihre konkrete Situation genauer ansehen. Wir freuen uns auf Sie!

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